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2025-02-04 App_67930_2024

Source: 
Reduction or refusal of reimbursement of fees
-
Rule 265 – Withdrawal, Rule 370 – Court fees
-
The following text is not a complete transcript of the decision/order:

Lokalkammer Mannheim
UPC_CFI_218/2023
Anordnung
des Gerichts erster Instanz des Einheitlichen Patentgerichts
Lokalkammer Mannheim
erlassen am 4. Februar 2025
ACT_545606/2023
CC_594296/2023 CC_594472/2023, CC_594470/2023, CC_594471/2023, CC_594473/2023
CC_594474/2023

Klägerin:
Panasonic Holdings Corporation - 1006, Oaza Kadoma, Kadoma-shi - 571-8501 - Osaka - JP vertreten durch Christopher Weber

Beklagte:
Xiaomi Technology Germany GmbH
(Partei des
Hauptverfahrens -
Not provided) -
Niederkasseler
Lohweg 175 -
40547 -
Düsseldorf - DE
Vertreten durch Dr. Corin Gittinger

Xiaomi Technology France S.A.S
(Partei des
Hauptverfahrens -
Not provided) - 93
rue Nationale
Immeuble
Australia - 92100 -
Boulogne-
Billancourt - FR
Vertreten durch Dr. Corin Gittinger
Xiaomi Technology Italy S.R.L
(Partei des
Hauptverfahrens -
Not provided) -
Viale Edoardo
Jenner 53 - 20158
- Milano - IT
Vertreten durch Dr. Corin Gittinger
Xiaomi Technology Netherlands B.V.
(Partei des
Hauptverfahrens -
Not provided) -
Prinses
Beatrixlaan 582 -
2595BM - Den
Haag - NL
Vertreten durch Dr. Corin Gittinger
Odiporo GmbH
(Partei des
Hauptverfahrens -
Not provided) -
Formerweg 9 -
47877 - Willich -
DE
Vertreten durch Dr. Corin Gittinger

Shamrock Mobile
GmbH
(Partei des
Hauptverfahrens -
Not provided) -
Siemensring 44H -
47877 - Willich -
DE
Vertreten durch Dr. Corin Gittinger

SPRUCHKÖRPER/KAMMER:
Lokalkammer Mannheim

MITWIRKENDE RICHTER:
Diese Anordnung wurde durch den Vorsitzenden und Berichterstatter Prof. Dr. Tochtermann erlassen.

KLAGEPATENT: EP 3069315

VERFAHRENSSPRACHE: Deutsch

GEGENSTAND: R. 265.1 S. 2 VerfO – Rücknahme der Verletzungs- und Nichtigkeitswiderklage

SACHVERHALT:
Die Parteien haben aufgrund einer Einigung die Verletzungsklage und die von den Beklagten ge-meinschaftlich geführte Nichtigkeitswiderklage zurückgenommen.

GRÜNDE DER ENTSCHEIDUNG:
Die Entscheidung folgt dem übereinstimmend geäußerten Willen der Parteien gemäß überein-stimmenden Antragsschriften.
Soweit R. 265.2 (c) VerfO eine Kostenentscheidung gemäß Teil 1 Kapitel 5 VerfO verlangt, war die von Parteien diesbezüglich getroffene Einigung bestätigend auszusprechen.
Die Entscheidung über die Erstattung der Gerichtskosten beruht auf R. 370.11 VerfO i.V.m. R. 370.9 (b) (ii) VerfO. Der Rücknahmeantrag erfolgte vor Abschluss des Zwischenverfahrens. Daher sind im Grundsatz 40% der Gerichtsgebühren zu erstatten. Der Umstand, dass zunächst am 4. Dezember 2024 eine Aussetzung im schriftlichen Verfahren und sodann im Nachgang am 9. De-zember 2024 noch der formelle Abschluss des schriftlichen Verfahrens im CMS durch bloßes An-klicken der dafür vorgesehenen Schaltfläche erfolgte, ändert hieran nichts. Denn das schriftliche Verfahren war bereits insgesamt seit Ende August 2024 in sämtlichen Workflows abgeschlossen und ausgeschrieben – es fehlte nur noch der finale „Klick“ im CMS. Eine Erstattung von mehr als 40% erscheint auch vor dem Hintergrund des sich am äußersten Rande der denkbaren Komplexi-tät eines Patentverletzungsstreits befindlichen Charakters des vorliegenden Verfahrens, das sich durch eine kaum noch überschaubare Anzahl an wechselseitigen Geheimnisschutz- und Vorlage-anträgen auszeichnet, nicht angemessen. Daher wird vorliegend die beantragte Rückzahlung von
60% statt 40% nach Regel 370.9(e) VerfO zurückgewiesen. Es handelt sich um einen in jeder Hin-sicht „außergewöhnlichen Fall“ im Sinne der Vorschrift, die keinen Anwendungsbereich hätte, wenn nicht der vorliegende Fall erfasst würde.
Daher erfolgt vorliegend aufgrund der Erhöhung des Streitwerts von 4 auf 6,4 Mio € bei Ansatz des Reduktionstatbestandes eine Erstattung hinsichtlich der Gebühren für die Verletzungsklage. Der Klägerin sind 2.800 € zu erstatten (bezahlt bisher: 37.000 €, Gerichtskosten bei 8 Mio: 57.000 € x 40% Reduktion =34.200 abzgl gezahlter 37.000 = -2.800 €).
Die Streitwertfestsetzung erfolgt entsprechend der Festsetzung in den Parallelverfahren zwischen den Parteien und berücksichtigt die Festsetzung des Streitwerts in den aufgrund der Zustellung nach HZÜ abgetrennten Verfahren (dort: 1,6 Mio €, 1.6 + 6.4 = insgesamt für die ehemals einheit-lichen Verfahren 8 Mio).
Die Gebühren der (einheitlichen) Nichtigkeitswiderklage der Beklagten sind auf 12.000 € zu redu-zieren. Hier wirkt sich wegen der Deckelung der Gebühr für die Nichtigkeitswiderklage auf 20.000 € die Streitwerterhöhung nicht aus. Andernfalls würde zudem eine Partei, die die Vernichtung des Klagepatents im Wege der Nichtigkeitswiderklage anstrebt, schlechter gestellt als eine Partei, die den Rechtsbestand mit der isolierten Nichtigkeitsklage angreift. Denn dafür ist eine streit-wertunabhängige Festgebühr von 20.000 € vorgesehen. Für eine abweichende Behandlung sind keine rechtfertigenden Gründe ersichtlich.

TENOR DER ENTSCHEIDUNG:
1. Die Rücknahme der Verletzungsklage und der Nichtigkeitswiderklagen wird auf Antrag der Par-teien zugelassen.
2. Das Verfahren wird insgesamt für beendet erklärt.
3. Diese Entscheidung soll in das Register aufgenommen werden.
4. Jede Partei trägt ihre Kosten selbst und zwischen den Parteien erfolgt keine Kostenerstattung.
5. Der Kanzler wird angewiesen,
der Klägerin so bald wie möglich 40 % der von ihnen in diesem Gerichtsverfahren gezahlten Gerichtsgebühren und damit einmalig einen Betrag von 2.800,- EUR zu erstatten.
den Beklagten so bald wie möglich 40 % der von ihnen in diesem Gerichtsverfahren für ihre gemeinsam geführte Nichtigkeitswiderklage gezahlten Gerichtsgebühren und damit ein-malig einen Betrag von 8.000,- EUR zu erstatten.
Weitergehende Erstattungsanträge werden zurückgewiesen.
6. Der Streitwert wird auf 6.400.000,- EUR festgesetzt.


Machine Translation

Local Division Mannheim
UPC_CFI_218/2023
Order
of the Court of First Instance of the Unified Patent Court
Local Division Mannheim
issued on 4 February 2025

ACT_545606/2023
CC_594296/2023 CC_594472/2023, CC_594470/2023, CC_594471/2023, CC_594473/2023

CC_594474/2023

Plaintiff:
Panasonic Holdings Corporation - 1006, Oaza Kadoma, Kadoma-shi - 571-8501 - Osaka - JP represented by Christopher Weber

Defendant:
Xiaomi Technology Germany GmbH
(Party to the
main proceedings -

Not provided) -
Niederkasseler
Lohweg 175 -
40547 -
Düsseldorf - DE
Represented by Dr. Corin Gittinger

Xiaomi Technology France S.A.S
(Party to the
main proceedings -

Not provided) - 93
rue Nationale
Immeuble
Australia - 92100 -
Boulogne-
Billancourt - FR
represented by Dr. Corin Gittinger
Xiaomi Technology Italy S.R.L
(party to the
main proceedings -
Not provided) -

Viale Edoardo
Jenner 53 - 20158
- Milan - IT
Represented by Dr. Corin Gittinger
Xiaomi Technology Netherlands B.V.
(Party to the
main proceedings -
Not provided) -

Prinses
Beatrixlaan 582 -
2595BM - The Hague
- NL
Represented by Dr. Corin Gittinger
Odiporo GmbH
(Party to the
main proceedings -
Not provided) -
Formerweg 9 -
47877 - Willich -

DE
Represented by Dr. Corin Gittinger

Shamrock Mobile
GmbH
(Party to the
main proceedings -
Not provided) -
Siemensring 44H -
47877 - Willich -
DE
Represented by Dr. Corin Gittinger


DECISION-MAKING BODY/CHAMBER:
Local Division Mannheim

JUDGES INVOLVED:
This order was issued by the presiding judge and rapporteur Prof. Dr. Tochtermann.

PATENT IN SUIT: EP 3069315

LANGUAGE OF THE PROCEEDINGS: German

SUBJECT MATTER: R. 265.1 (2) RoP – Withdrawal of counterclaim for infringement and nullity


FACTS:
The parties have withdrawn the infringement action and the counterclaim for nullity brought jointly by the defendants on the basis of an agreement.


REASONS FOR THE DECISION:
The decision follows the unanimous will of the parties as expressed in their unanimous submissions.
Insofar as R. 265.2 (c) RoP requires a decision on costs in accordance with Part 1, Chapter 5 RoP, the agreement reached by the parties in this regard was to be confirmed.

The decision on the reimbursement of court costs is based on R. 370.11 RoP in conjunction with R. 370.9 (b) (ii) RoP. The application for withdrawal was made before the conclusion of the interim proceedings. Therefore, 40% of the court fees are to be reimbursed in principle. The fact that a suspension of the written proceedings was initially granted on 4 December 2024 and that the formal conclusion of the written proceedings in the CMS was subsequently effected on 9 December 2024 by simply clicking on the button provided for this purpose does not alter this. This is because the written proceedings had already been completed and announced in all workflows since the end of August 2024 – all that was missing was the final ‘click’ in the CMS. A reimbursement of more than 40% does not appear appropriate, even in light of the fact that the present proceedings are at the very edge of the conceivable complexity of a patent infringement dispute, characterised by a barely manageable number of reciprocal requests for protection of secrets and for the submission of documents. Therefore, the requested reimbursement of
60% instead of 40% is rejected in accordance with Rule 370.9(e) RoP. This is an ‘exceptional case’ in every respect within the meaning of the provision, which would not apply if the present case were not covered.

Therefore, due to the increase in the value in dispute from €4 million to €6.4 million, taking into account the reduction, the fees for the infringement action are reimbursed. The plaintiff is to be reimbursed €2,800 (paid to date: €37,000, court costs at €8 million: €57,000 x 40% reduction = €34,200 minus €37,000 paid = €-2,800).

The value in dispute is determined in accordance with the determination in the parallel proceedings between the parties and takes into account the determination of the value in dispute in the proceedings separated on the basis of service under the HZÜ (there: 1.6 million, 1.6 + 6.4 = a total of 8 million for the former uniform proceedings).

The fees for the defendant's (unified) counterclaim for annulment are to be reduced to €12,000. In this case, the increase in the value in dispute does not have any effect due to the cap on the fee for the counterclaim for annulment at €20,000. Otherwise, a party seeking the revocation of the patent in suit by way of a counterclaim for invalidity would be worse off than a party challenging the legal validity of the patent by means of an isolated action for invalidity. This is because a fixed fee of €20,000, independent of the value in dispute, is provided for this purpose. There are no apparent grounds for treating the two cases differently.

DECISION OF THE COURT:
1. The withdrawal of the infringement action and the counterclaims for annulment is granted at the request of the parties.
2. The proceedings are declared closed in their entirety.
3. This decision shall be entered in the register.
4. Each party shall bear its own costs and there shall be no reimbursement of costs between the parties.
5. The Registrar is instructed to
reimburse the claimant as soon as possible 40% of the court fees paid by them in these proceedings, amounting to a one-off payment of EUR 2,800.
the defendants, as soon as possible, 40% of the court fees they paid in these proceedings for their jointly brought counterclaim for annulment, amounting to a one-off payment of EUR 8,000.
Further claims for reimbursement are rejected.
6. The value in dispute is set at EUR 6,400,000.

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